Aktuelles aus der Hundeschule und dem Hundeleben

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Großer Nachtlauf in der Hundeschule.

Am 14.10.2017 findet kein Hundeschulsamstag statt. Dafür findet am 22.10.2017 unser Nachtlauf mit anschließendem Lagerfeuer und leckerer Kürbis- und Kartoffelsuppe statt.

 

Start ist um 18.30 Uhr in der Hundeschule. Lohwiesenweg 48, 76135 Karlsruhe-Bulach. Parken -bitte alle am Bulacher SC (vorderer Parkplatz).

 

Die Hunde dürfen Leuchthalsbänder anziehen und ihre Hundemenschen dürfen Laternen mitbringen. Die ganze Familie ist natürlich herzlich Willkommen. Es werden keine weiteren Übungen gemacht. Ein gemütlicher Spaziergang bei Dämmerung und Dunkelheit.


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Einladung zu unserer Hundewanderung auf dem Wildkatzenpfad
Hundewanderung Wildkatzenpfad.pdf
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Tierkenner ahnten es schon immer, Verhaltensbiologen trau­ten sich nicht heran. Wie sollte man es untersuchen, das Gefühlsleben von Tieren, die man nicht befragen kann, die keine Gedichte schreiben, um ihre Emotionen auszudrücken? Inzwischen aber ist die Existenz emotionaler Zustände bei vielen Tierarten ein allgemein akzeptiertes Phänomen. Zeit also, sich auch im Umgang mit dem Hund damit zu befassen. Dieses Buch folgt dem bewährten Mix aus Theorie und trainerischer Erfahrung, und am Ende steht eine juristische Betrachtung. Neben dem Gefühlsleben von Otto-Normalhund werden dabei auch Problemfelder wie Angst, Traumata und hundlicher Burnout beleuchtet.

 

Hier kannst du das Buch bestellen

 

An diesem Buch durften wir mitschreiben.


Herzlichen Glückwunsch zum bestanden DHVE Hundeführerschein:

Elisabeth und Emma, Dieter und Cato, Roxana und Milow, Daniela und Leo, Regina und Skrollan, Tatjana und Lola.

 

Wie sieht der neue DHVE Hundeführerschein aus:

Am 28.08.2017 fand ab 09.00 Uhr eine DHVE Hundefüherscheinprüfung statt. Die Teilnehmer konnten nach einer erfolgreich bestandenen Theorieprüfung, in der sie 41 Fragen beantworten mussten, weiter an einer Praxisprüfung teilnehmen, in der sie zeigen, dass sie -auch in anstrengenden Situationen- einen klaren Kopf behalten können und ihren Hund sicher führen.

 

Die Praxisprüfung des DHVE Hundeführerschein, Stufe 3, gliedert sich in drei Teile.

 

Teil A: Reizarmer Teil, dieser fand im Seminarium Frei Schnauze statt. Ablegen (2 Minuten), Verharrenübung z.B. schauen in ein Handy oder Buch, Handlingsübungen wie Maulkorb, Pfoten, Augen und Maulkontrolle, Abruf und Ausgabe eines Spielzeuges oder Futter standen auf dem Programm. Die Ablage war für die meisten relativ schwierig. Dies finden wir häufig in Prüfungen vor, da die Hundemenschen hier eine grandiose Rolle einnehmen. Im ersten Teil sind alle noch sehr aufgeregt, der Hund möchte die Situation retten und versucht seine Hundemenschen zu bespaßen. Alle anderen Teile wurden sehr schön abgeliefert.

 

Teil B: Findet im Wald oder auf Spazierwegen statt. In Karlsruhe war es ein Spazierweg, nähe der Hundeschule. In München könnte es auch der Chinesische Garten sein. Man passt sich dabei den örtlichen Gegebenheiten an. Sicher da sein müssen, Ablenkungen, zu den eh vorhanden natürlichen Ablenkungen, werden in der Regel je zwei Ablenkerteams eingeladen. Jogger, Radfahrer, Rollator, Krücken (im alten BHV Hundeführerschein waren es noch Kinder und diverse andere  Ablenkungen). Der Prüfer entscheidet dann, ob es genügend Ablenker sind, sind es zu wenige Ablenker, werden noch welche gestellt. Signalüberprüfungen (Sitz, Platz, Steh, Abruf und vorbei an Futter, Hunden, Passanten, fremden Tieren etc) dürfen nicht fehlen.

 

Sicheres ein-und aussteigen aus dem Fahrzeug ist auch ein Prüfungsbestandteil.

 

Teil C:) Hat in unserem Fall mit der Straßenbahn begonnen. Es ging in die Karlsruher Innenstadt. In diesem Fall ein Sonntag. Die Karlsruher Innenstadt beherbergt viele Tücken, die zu meistern sind. Sonntags ist es verhältnismäßig ruhig, aber wir haben immer noch genug zu sehen. Vorbei an Futter, angebotenes Futter, Signalvorführungen und einiges mehr. Schließlich sind wir in ein Lokal eingelaufen und haben eine leckere, hausgemachte Schorle getrunken.

 

Nachdem uns die Getränke sicher überreicht wurden, konnte die Prüferin allen Teilnehmern die frohe Botschaft des bestandenen Hundeführerscheins überbringen. Die Prüfung endete um 14 Uhr. Der ehamlige BHV Hundeführerschein endete meist bei der Gruppenstärke um 17 Uhr. Mit der komprimierten Lösung, konnte den Teams viel Zeit und Geduldsproben erspart werden.

 

Danke an Lenia Mezler, die die Prüfung sicher und ruhig durchgeführt hat.

Schön, dass es Teams gibt, die beharrlich an ihren Hunden arbeiten wollen, die so für eine sichere Umwelt und einen freundlicheren Umgang in der Hundwelt sorgen.


Am 09. August 2017, 18.00 Uhr laden wir unsere Kunden wieder zu einem kostenlosen Lerntheorieabend ein.

Thema wird sein: Richtige Entscheidungen treffen, wie bringe ich meinem Hund bei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Hier dürfen auch NIcht-Frei Schnauze Kunden teilnehmen, diese zahlen einen kleinen Beitrag in die Spendenkasse.

 

Zudem laden wir zu einer leckeren Bratwurst (auch Vegi) ein.

 

Treffpunkt: Hundeschulgelände

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.




Am 20. Mai 2017 stand unser Hundeschultag unter dem Motto: Wir helfen SpiLuKi einen Therapiehund zu finanzierenen.

Obwohl nur eine sehr kurzfristige Planungsphase von nur gerade ein paar Stunden möglich war, war es dank unserer genialen Kunden ein voller Erfolg.

 

Neben Schnüffelparcours, Spaß-Obi, gab es auch lecker, selbstgemachten Hefezopf, Muffins und mehr.

Was ein toller Tag, an dem wir 300,00 Euro an SpiLuKi überweisen konnten.

 

Toll! Wir sind von unseren spontanen Kunden total begeistert.





News aus der Hundeschule für Herbst 2016:


Wichtiger HInweis für unsere Gruppen: Am Samstag, 30.07.2016 findet kein Unterricht statt. Der Ersatztermin ist der 07.08. Treffpunkt für diesen Termin wird noch bekanntgegeben ( Bitte Emails beachten)



Muss ich Welpen die Treppe rauf und runter tragen?

 

Prof. Dr. Martin S. Fischer, M.S. 2012
 in Gkf Info 36: 27-29

 

Vor kurzem wurde ich gefragt, wie lange ich meine Kinder eigentlich die Treppe noch rauf und runter tragen werde. Ich antwortete, dass ich dies bis zur Verknöcherung der Wachstumsfugen also bei Mädchen und Jungen etwas unterschiedlich bis zum 16.-19. Lebensjahr tun würde, dann sei ja schließlich das Skelett erst ausgreift. Vor allen Dingen das späte Ausreifen des Oberschenkels erlaube hier keine Kompromisse!
Selbstverständlich habe ich auch alle meine Welpen das erste Jahr die Treppe rauf und runter getragen. Zugegebenermaßen habe ich seit Jahren starke Rückenschmerzen, aber was tut der Mensch nicht alles für seine Lieben. Beim Hund habe ich in etwa 1083 blogs zudem gelesen, dass seine Muskeln erst spät ausreifen, zwar kann ich mir unter „Muskelreifung“ nichts vorstellen, aber sicher diejenigen, die es im Internet geschrieben haben.

 

Richards und Koautoren haben 2010 einen interessanten Aufsatz veröffentlicht, der einmal mehr zeigt, wie gefährlich es ist, von sich (Mensch) auf andere (hier Hund) zu schließen. Während beim Menschen der Hauptbewegungsumfang beim Treppensteigen im Knie- und Hüftgelenk auftritt, löst der Hund dieses Problem durch eine erhöhte Bewegung (vor allem Dorsalflexion) im Sprunggelenk. Futsch alle Überlegungen zur Schonung des Hüftgelenkes von Hunden beim Treppentragen. Aber Hand auf’s Herz, kennen Sie viele Hunde, bei denen durch ihre treppensteigende Jugend später Beschwerden im Sprunggelenk auftreten oder musste dies nicht erklärt werden.

 

Eine Bemerkung zum Wachstum: der Zeitpunkt des Wachstumsendes ist selbst bei Wurfgeschwistern sehr unterschiedlich. Schon vor 50 Jahren hat Weise gezeigt, dass nach 166 Tagen das erste Wurfgeschwister ausgewachsen war, aber erst nach 220 Tagen das letzte. Allerdings war der Hund, der die längste Wachstumsphase aufwies, nicht das größte Tier, dieses war bereits mit 177 Tagen ausgewachsen. Die Dauer des Wachstums ist also nicht der entscheidende Faktor für die Größe eines Hundes.

 

Eine Bemerkung zur Muskelreifung: Bei neugeborenen Welpen sind 90-95 Prozent der Muskelfasern noch undifferenziert. Die wenigen, schon differenzierten Fasern sind sehr große rote Fasern, die nach vier bis fünf Wochen wieder verschwinden. Bis zur vierten Woche ist eine allmähliche Differenzierung der Fasern erkennbar, und es treten die üblichen roten und weißen Fasern auf. Bis zur zwölften Woche ist dann das Verteilungsmuster des erwachsenen Hundes vorhanden. Die Entwicklungszeit der Muskelfasern ist in den verschiedenen Muskeln nahezu gleich. Es stimmt nicht, dass Welpen viele weiße Fasern und adulte Hunde viele rote Fasern besitzen und dass die Muskelreifung bis zu einem Jahr dauert.

 

Eine Bemerkung zur Stoßbelastung: Beim Galopp, beim Kurvenrennen, beim Springen und in einer Vielzahl von anderen Belastungssituationen treten Kräfte auf, die ein mehrfaches des Körpergewichtes betragen können. Prieur (1980) hat bei einer mäßigen Geschwindigkeit von 7 km/h bei einem 30 kg schweren Hund bereits eine Belastung des Hüftgelenkes gemessen, die das Sechsfache des Körpergewichtes betrug. Gleichzeitig wird beim Vierfachen des Körpergewichtes nur 55 Prozent der Gelenkfläche am Oberschenkelkopf ausgenutzt (Lieser 2003). Der Körper des Hundes und seine Gelenke sind darauf eingerichtet, auch ungewöhnliche Kraftspitzen abzufangen.

 

Wenn ich hier die Meinungen zum Treppensteigen von jungen Hunden hinterfrage, dann ist selbstverständlich klar, dass es für den Hund nicht anderweitig gefährdende Situation geben kann. Eine glatte, offene Treppe, auf der ein Hund – auch wenn er schon älter ist – stürzen kann ist wie jede traumatische Situation zu vermeiden. In unserem Buch „Hunde in Bewegung“ haben wir im Vorwort geschrieben: „Wenn das Wissen unzureichend ist, bilden sich Meinungen.“ Leider gibt es keine einzige Studie, welche den Einfluss des Treppensteigens bzw. Treppentragens auf die spätere Entwicklung des Bewegungsapparates des Hundes untersucht hat, wir können also den vielen Meinungen kein gesichertes Wissen entgegenhalten, aber umgekehrt, beruhen auch die Meinungen nicht auf irgendeinem haltbaren Befund. Es kann also jeder selber entscheiden, wie er es mit dem Treppentragen seines Hundes hält, aber andere belehren darf er nicht – und es gibt auch die „fürsorgliche Belagerung“ (Heinrich Böll). Mit anderen Worten, Fürsorge ist in Ordnung, man kann sie aber auch trefflich übertreiben!

 

 

 

Referenzen:

M.S. FISCHER & LILJE, K. (2011): Hunde in Bewegung.


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Hitzschlag -Die unterschätzte Gefahr-
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